Iris Meyer verabschiedet sich nach 25 Jahren Kindergarten in den Ruhestand

Christina PraclikWas alles so passiert ist!

Wow, 25 Jahre!

Liebe Iris, das ist eine ganz schön lange Zeit! Das heißt doch aber auch, dass es dir bei uns überwiegend gefallen hat, oder?

Ja, es hat mir gefallen. Es passte gut in meinen Lebensweg.

Einmal habe ich mir überlegt, ob ich noch mal etwas Anderes machen soll und habe ein Seminar (Kunsttherapie) belegt. Und es hat besser in meinen Lebensweg (s.o.) gepasst und ich bin geblieben.

Es wurde nie langweilig, sondern ist interessant, herausfordernd und belebend geblieben: durch die Kinder und das Team.

In Vorbereitung auf dieses Interview hast du mir erzählt, dass  du alle drei Leiterinnen des Kindergartens  – wenn auch Brigitte Müller nur ganz  kurz – erlebt hast.

1994/95 wurde ich von Sabine Unruh (S. Unruh gehört ebenfalls zur Gemeinde Schöneberg wie Iris) gefragt, ob ich mir vorstellen könnte Urlaubs- und Krankheitsvertretung im Kindergarten zu übernehmen. Und das konnte ich! Kurz vorher hatte ich einen Kurs “Start ins Berufsleben ab 35“ absolviert.

Und du  hast wesentliche Entwicklungen des Kindergartens  mitbekommen…

Ja, vom Vormittagskindergarten (5 Std. Betreuung), dann mit Mittagsessen und jetzt 7 – 9 Std Betreuung.

Die gesellschaftlichen Entwicklungen spiegelten sich in der Ausweitung der Betreuungszeiten wider; wir mussten ja bestehen können.

Außerdem waren Fortbildungen möglich und erwünscht und sind immer in meine Arbeit eingeflossen.

und Höhen und Tiefen, die es immer in der Zusammenarbeit mit Kindern gibt.

Es war und ist ein gutes Team, in dem wir uns immer ausgetauscht haben, um Lösungen zu finden. So wurden die „Tiefen“ aufgegriffen und bewältigt. Von daher war ich immer gut aufgehoben. Ich konnte meine Bedenken und Ideen äußern und mit Team und Leiterinnen besprechen. Auch als in meinem Privatleben ein Umbruch geschah.

Welche Erlebnisse verbindest du in besonderer Weise mit dem Kindergarten der  Baptistengemeinde?

Den Brand und den Wasserschaden werde ich nicht vergessen.

Und dann die Höhepunkte im Kindergartenjahr: Übernachtungen, Ausflüge, Feste und Familiengottesdienste.

Und jetzt interessiert uns natürlich noch, welche Pläne du für deinen Ruhestand hast.

Ich habe mittlerweile zwei Enkeltöchter mit tollen Familien. Da werde ich viel Zeit investieren. Für einige Stunden werde ich noch im Kindergarten sein.

Ansonsten halte ich Augen und Ohren offen für Neues.

Vielen Dank, dass du uns einen Überblick über deine 25 Jahre im Kindergarten gegeben hast.

Wir danken dir für deine kompetente und engagierte Arbeit an den Kindern und wünschen dir für den wohlverdienten Ruhestand alles Gute. Und wir sind sehr froh darüber, dass du uns für ein paar Stunden im Kindergarten noch erhalten bleibst.

                                                                      C.P.