Buch des Monats Juli

Hat der Bagger einen Po?

Derick Wilder, ab 3 Jahren

Preise und Auszeichnungen: Lesekompass 2022 der Stiftung Lesen gemeinsam mit der Leipziger Buchmesse

 

Dieses Bilderbuch zeigt den täglichen Schulweg von Vater und Kind. Das Kind fragt dabei seinen Papa aus: „Wer hat alles einen Po?“ Entlang ihrer Strecke finden die beiden überall Hintern: natürlich in der Tierhandlung (der Barsch!), aber auch bei Wolken, Robotern, Aliens – und beim Bagger. Sogar das Buch, in dem sie vorkommen, hat einen!

Es ist außerdem meisterlich gereimt, unwiderstehlich lässig illustriert und bringt uns alle zusammen auf lustige Gedanken. (Thalia)

Bücher der Monats Juni

Kann ich bitte in die Mitte von Susanne Straßer, erschienen im Peter Hammer Verlag

„Kommt wir lesen ein Buch!“, ruft das Kind und schon sitzen alle auf dem Sofa: das Zebra, die Katze, das Kind, der Hamster und der Löwe. Es kann losgehen.

„Wartet“, wiehert das Zebra. „Der Storch ist noch nicht da!“ Da kommt er.

So, jetzt kann es losgehen – oder?

Von wegen…

Eine lustig-turbulente Geschichte rund ums Vorlesen. (Klappentext)


Ein Tag mit Freunden von Philip Waechter, erschienen bei Beltz und Gelberg

Gute Freunde sind immer füreinander da und helfen sich aus der Patsche. Am liebsten aber streifen Waschbär, Fuchs, Dachs, Bär und Krähe zusammen durch Wiesen, pflücken Beeren und lassen sich die Sonne auf Fell und Federn scheinen. So ein wunderbar fauler Tag mit Freunden ist doch das Allerschönste! (Klappentext)

C.P.

Bücher der Monats Mai

Sophias Sorge von Tom Percival für Kinder ab 4 Jahren

Sie war glücklich, wenn sie ganz hoch schaukelte und sie war glücklich, wenn sie die Wildnis erforschte. Sophia war ein rundum fröhliches Kind. Doch eines Tages entdeckte sie … eine Sorge. Die Sorge begleitet Sophia von diesem Tag an auf Schritt und Tritt. Zuerst ist die Sorge nicht besonders groß, doch schon bald scheint sie einen ganzen Raum einzunehmen und alles, was Sophia früher Spaß gemacht hat, ist nun trist und grau. Sophia weiß nicht mehr weiter. Dann trifft sie einen Jungen, der auch eine Sorge mit sich herumträgt. Die beiden beginnen, über ihre Sorgen zu sprechen, und etwas ganz Erstaunliches geschieht … (Klappentext)

Fuchs fährt Auto von Sabine Straßer für Kinder ab 2 Jahren

„Fuchs fährt Auto. Über Schotter – holterdipolter! Durch Pfützen – pitsch patsch! So viel Spaß hat Fuchs, dass er gar nicht merkt, wie die Maus aufspringt. Und der Maulwurf. Und der Käfer… ein lustiges Buch für kleine Flitzer.“      (Klappentext)

C.P.

Liebhaben (Christopher Franceschelli)

Carlsen Verlag, 16 €, empfohlen ab 3 Jahren

Was kann liebhaben bedeuten?

Geborgenheit, Vertrauen, Sicherheit, Mut, Stärke…

Hier zeigen viele Tiere ganz greifbar, was es heißt, wenn Mama und Papa ihren Kindern sagen: Ich hab dich lieb! (Klappentext)

Ein wunderbares Aufklappbuch!

Prinzessin Pfiffigunde (Babette Cole)

Carlsen Verlag, 15 €, empfohlen ab 4 Jahren

Alle Welt erwartet, dass eine Märchenprinzessin ihren Märchenprinzen heiratet. Prizessin Pfiffigunde hat aber überhaupt keine Lust darauf und es ist ihr ziemlich egal, was die anderen sagen. Um die lästigen Bewerber loszuwerden, greift Pfiffigunde zu einem bewährten Mittel: Sie stellt ihnen knifflige Aufgaben. Doch die allerkniffligste Aufgabe muss sie schließlich selbst lösen…

Die Geschichte einer Prinzessin, die selbstbestimmt ihren Weg geht – für alle Kinder und Erwachsenen, die genug haben von Genderklischees. (Klappentext)

Buch des Monats

Juhu! Endlich kann auch im Kindergarten wieder vorgelesen werden. Bei meinen spontanen Besuchen auf dem Außengelände hatten  viele Kinder schon gefragt, wann es denn wieder losgehen würde.

Jetzt bin ich zweimal geimpft und habe für die Wiederaufnahme der Tradition des monatlichen Vorlesens im Kindergarten die beiden „Bücher des Monats“ von April und Mai gewählt: “Hey, hey, hey, Taxi“ vom Gewinner des Deutschen Buchpreises 2019  Sasa Stanisic für Kinder ab 4 Jahren und „Wo bist du  zu Hause“ von Marion Goedelt für Kinder ab 2 Jahren.

Die Kinder hörten mir großem Interesse zu und auch der Vorleserin hat es wieder viel Vergnügen bereitet.

Und außerdem gilt für alle Kinder die Erkenntnis einer bekannten Buchhandlung:

C.P.

„Das NEINhorn“

Der Mann, der mit einem Känguru spricht und nach eigenem Bekunden sehr viel Geld mit kapitalismuskritischen Büchern verdient, schreibt auch Geschichten für Kinder. Zu den besten, die Marc-Uwe Kling sich ausgedacht hat, gehört ganz sicher „Das NEINhorn“.

Das liegt schon allein daran, dass diesem genialen Bilderbuch ein geradezu paradox anmutendes Kunststück gelingt: Es begeistert sowohl Menschen, die von dem ganzen Einhornmerchandising langsam echt genervt sind (mich), als auch Menschen, die vom Einhornpulli bis zum Einhornlolli alles lieben, was irgendwie einhornig aussieht (meine vierjährige Tochter).

Beide finden in der Geschichte diverse Möglichkeiten, sich mit den Protagonisten zu identifizieren. Das NEINhorn lässt keinen Zweifel daran, dass ihm das lilaliebe Zuckerwattengetue der anderen Einhörner gehörig auf den Senkel geht. Gleichzeitig hat es viel mit normalen Kindern gemeinsam: Es sagt leidenschaftlich gern Nein, daher der Name, und es ist aus Überzeugung bockig.

Mit diesen beiden Eigenschaften ausgestattet, geht es auf die Reise und trifft ähnlich querulantische Weggefährten. Dabei kommt deutlich rüber: Es ist völlig okay, miesgelaunt, unangepasst und widerborstig zu sein, bringt zusammen mit Freunden aber deutlich mehr Spaß als allein.

Die Leser dürfen sich außerdem über kluge und witzige Sprachspiele amüsieren. So wird der Waschbär zum WASbär, weil er immer „Was?“ sagt, und die Königstochter zur KönigsDOCHter, weil – nein, mehr wird nicht verraten. Den verbalen Schlagabtausch „Nein!“, „Doch!“, „WAS?“ mit Kindern zusammen laut vorzulesen, die eigentlich noch gar nicht selbst lesen können, macht richtig gute Laune – ob es dem NEINhorn nun passt oder nicht. (Silke Fokken)

 

Das Buch kostet 13 € und wird für Kinder ab 3 Jahren empfohlen, die schon eine gewisse Ausdauer beim Zuhören besitzen sollten. Dafür werden sie sich köstlich amüsieren.                                            C.P.

Wunderbare Welt

Welches Buch könnte sich in diesen unsicheren Zeiten als  (Vor- lesetipp eignen?

Ist es nicht tröstlich, dass die Natur uns in diesem Frühjahr wieder so herrlich aufblüht und wir uns an Gottes Schöpfung – trotz allem -erfreuen können?

Das Buch „Wunderbare Welt“  zeigt Kindern, wie wunderschön die Welt ist. Und mein „Kiezbuchhändler schreibt auf seiner Homepage:

„Der Klassiker ist wieder da!

Witzig-spritzig und mit vielen Überraschungseffekten ausgestattet, begeisterte dieses Buch schon so manche Kinder und Eltern. Das Buch führt die Wunder der Schöpfung Gottes mit viel Geschick vor Augen. Neben den Texten und Bildern sind es vor allem Extras, die das Lesen zu einem Erlebnis machen: Seiten mit Durchblick zur nächsten Seite, Illustrationen mit Pop – Up – Effekt,  eingeklebtem Spiegel,  beweglichen Scheiben, Elementen zum selbst Zusammen-stellen und, und, und. …“

Empfohlen wird das Buch für Kinder ab 4 Jahren, doch ich finde, jüngere  könne mit ihren Eltern gemeinsam die Bilder betrachten und die oben beschriebenen Effekt ausprobieren und sich an ihnen erfreuen.                                                                                      C.P.

Fastenzeit im Kindergarten

Der Vorschlag der evangelischen Kirche zur Fastenzeit in diesem Jahr, ist der Verzicht auf Pessimismus und sich stattdessen in Zuversicht zu üben.

Diesem Gedanken folgen die Kinderbuchempfehlungen in diesem Monat, denn Vorlesen ist ein gutes Mittel, um die Stimmung zu heben: zwei Bücher, die von Zuversicht, Trost und Hoffnung erzählen:

  1. Für Kinder ab 2 Jahren geeignet:

Tupfst du noch die Tränen ab? (8,95€)

Text und Illustration von Jörg Mühle

„Oh, nein, Hasenkind ist hingefallen und hat sich so richtig wehgetan. Kinder, denen man dieses großartige Pappbilderbuch vorliest, können mitmachen: den Patienten trösten, ein Pflaster organisieren und überhaupt alles tun, damit das verletzte Hasenkind wiederhergestellt ist. Jörg Mühle weiß, wie man Trost spendet und Mitgefühle weckt. Alleine schon die Illustrationen sind unwiderstehlich. Wieder zuversichtlich hat Hasenkind dann glücklicherweise auch alles überstanden und strotzt nur so vor neuer Abenteuerlust.“

(aus: Zutaten, Themenheft zur Fastenaktion der evangelischen Kirche 2020)

  1. Für Kinder ab 4 Jahren geeignet:

Bin doch kein Angsthase (16,00€)

Text und Illustration von Barroux; Übersetzung Andreas Schaltzeit

„Im Zoo brüllt der Löwe laut. Im Schlafzimmer bewegen sich Schatten an der Wand. Der vielseitige Künstler Barroux hat sich für dieses Bilderbuch an Situationen erinnert, in denen er als Kind Angst hatte. Seine Hauptfigur aber ist frei davon. Der kleine Junge spricht die Zuhörenden direkt an: „Aber Angst? Ich doch nicht! Weißt du, warum?“ Der Grund für seine Furchtlosigkeit liegt in seinen Armen: „Hab ja mein Kuscheltier dabei.“

Diese kesse Lippe vergisst man nicht so schnell. Und auch graphisch überzeugt dieses Buch in Gelb- und Rottönen und stilsicherem Strich.“

(aus: Zutaten, Themenheft zur Fastenaktion der evangelischen Kirche 2020)       C.P.

Lotti kann nicht pupsen

Elke Satzger: Lotti kann nicht pupsen

Diese Geschichte zeigt, dass scheinbare Katastrophen manchmal pups-unwichtig sind.

Alle helfen Lotti!
Oh Schreck, die Giraffe Lotti hat aus Versehen eine Fliege verschluckt. Die steckt jetzt in ihrem Bauch und Lotti muss bestimmt sterben. Davon ist sie fest überzeugt, denn Lotti macht gerne mal aus einer Mücke einen Elefanten. Wie gut, dass ihre Freunde ihr dabei helfen wollen, die fiese Fliege wieder nach draußen zu befördern. Am besten soll Lotti die Fliege einfach auspupsen. Doch das ist gar nicht so einfach! Erst nach einer Bauchmassage von Tintenfischfrau Medusa kann Lotti endlich pupsen – und, schwups, ist auch die Fliege wieder draußen aus Lottis Bauch. Was für eine Erleichterung! (Klappentext)

Alter: ab 3 Jahren

Preis: 14,95

C.P.