Weck bloß Tiger nicht auf

Weck bloß Tiger nicht auf (von Britta Teckentrup)

Gleich auf der ersten Doppelseite liegt in voller Länge ein friedlich schlummernder Tiger vor den Augen des Betrachters! „Pssst! Tiger schläft tief und fest und wir dürfen ihn bloß nicht aufwecken!“ mahnen die Tiere, Weck bloß Tiger nicht auf! die sich von der linken Seite ganz vorsichtig herantasten: Storch, Fuchs, Maus, Frosch und Schildkröte haben ein Problem: wie können sie es schaffen, mit ihren vielen Luftballons am Tiger vorbeizukommen, ohne ihn aufzuwecken? Der Frosch macht den Anfang: leichtfüßig fliegt er mit dem Luftballon über den Tiger. Geschafft! Damit der Tiger ja nicht aufwacht, könnte man ihm die Nase streicheln, empfiehlt das Buch dem Bilderbuchgucker, um auch selbst an der Geschichte teilzunehmen. Als Nächster legt sich der Fuchs auf den Luftballon, ist natürlich viel zu schwer und sinkt immer weiter nach unten: nur durch kräftiges Pusten des Lesers kann der Ballon oben gehalten werden. Der langbeinige Storch schließlich steigt zwar problemlos über den Tiger hinweg, bringt aber mit seinem spitzen Schnabel den Luftballon zum Platzen und der Tiger ist plötzlich hellwach! Gerade zur rechten Zeit! Denn jetzt ist alles parat, um seinen Geburtstag zu feiern. – Diese genial aufgebaute Geschichte ist spannend bis zur letzten Seite und mit fröhlich bunten, klar gezeichneten Bildern und liebenswerten Tierfiguren eine wunderbare Lektüre schon für die Kleinsten. Für Eltern und Kinder ein lustiger Vorlesespaß, der zum interaktiven Mitmachen animiert. Absolut empfehlenswert!

Altersempfehlung: ab 3 Jahren / 14,95 €

(Borromäusverein)

Jesus ist geboren!

In den Monat Dezember gehört natürlich die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel. Für Kinder  – und Erwachsene – sind die Bilder von Kees de Kort (geb. 1934) sofort zu verstehen.  Ursprünglich hatte der Künstler sie für Menschen mit kognitiver Behinderung im Auftrag der niederländischen Bibelgesellschaft gestaltet. Die kräftigen Farben und lebhaften Figuren regen zum Nachdenken und zu Gesprächen an. 1967 entstand die Reihe „Was die Bibel erzählt“. Sie enthält kleine Bilderbücher, mit jeweils einer Geschichte. Die Texte dazu sind kurz und prägnant und erzählen das Wesentliche.  Leider ist die Reihe nur noch antiquarisch zu erwerben.

Dafür sind aber verschiedene Bände mit Geschichten aus dem neuen und alten Testament erschienen. Die Gesamtausgabe „Bilder-bibelbuch“  mit 5 Bänden kostet 95 €.

Die Weihnachtsgeschichte „Jesus ist geboren“ ist aber auch in einer Zusammenfassung „Meine schönsten Bibelgeschichten“ enthalten (für 13 €).

Über Weihnachten hinaus möchte ich das Buch „Wie siehst du aus, Gott?“ empfehlen.

Wie in der Kinderbibel von Kees de Kort sind es zunächst die Bilder, die beim „Durchblättern“ bestechen und berühren.

Gemalt hat sie Barbara Nascimbeni, eine niederländische Illustratorin,  in kräftigen Farben und dabei Ausschnitte gewählt, die zum intensiven Betrachten einladen und motivieren, die Texte zu lesen.

Geschrieben wurden diese von Marie-Helene Delval; ins Deutsche übertragen  von Jean-Pierre Sterck-Degueldre und Rainer Overthür, dem bekannten Religionspädagogen.

40 Sprachbilder zeigen verschiedene Aspekte des biblisch-christlichen Gottesbildes auf. Gott ist beispielweise Licht, Wort, Nacht, Stille, in den Tränen der Menschen, Arzt, Freund und König. 

Der Text ist einfach aber nicht simpel, schlicht, aber nicht niveaulos. Komplexe Antworten sind auf das Wesentliche „heruntergebrochen“.

Nach Overthür ist es wichtig, „Kinder als Theologen“ wahrzunehmen, Gespräche mit ihnen als „Theologie mit Kindern“ aufzufassen und nie verfälschende „Theologie für Kinder“ anzubieten. Diesen Dreiklang bietet das Buch und ist damit eine Möglichkeit zu kind- und sachgerechtem theologischen Erfahren und Lernen (1).

Darüber hinaus können die poetischen Texte und expressiven Bilder eine  Auseinandersetzung und Antwortsuche für die ganze Familie sein (empfohlen wird es ab 5).

Es ist im Gabriel-Verlag erschienen und kostet 14,99 €.

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  1. Rainer Overthür: Unterrichtsmaterialien zu „Wie siehst du aus, Gott?“

C.P.

Mein erstes Laternenfest

Das Buch des Monats November kündige ich (ausnahmsweise)  schon  jetzt an, noch bevor es im Kindergarten vorgelesen wird, denn es stellt eine wunderbare Vorbereitung für das Laternenfest in unserem Kindergarten am 8. November dar.

„Mein erstes Laternenfest“ ist im Verlag Coppenrath unter der „Rubrik 24+, Erzählen und Verstehen“ erschienen, also für Kinder ab 2 Jahren gedacht. Und so wird von Max erzählt, der in seiner Kindergartengruppe mit der Erzieherin Anne (J) Laternen für den Martinstag bastelt. Auf die Frage der Kinder, wer denn dieser Martin sei, erzählt Anne in kindgerechter Sprache, die Geschichte des St. Martins und erklärt, dass die Menschen, als sie Martin suchten, Laternen anzündeten und macht so die Laternentradition am 11.11. verständlich.

Zusätzlich üben die Kinder Lieder für das Laternenfest. Die Texte mit Noten und Gitarrenbegleitung der beiden klassischen Laternenlieder sind ebenfalls abgedruckt: Laterne, Laterne… und St. Martin ritt durch Schnee und Wind…

Mit 7,99 € ist das Buch erschwinglich und eine kindgerechte Einführung in die Laternenfesttradition.

Herzliche Einladung auch an dieser Stelle zum Laternenfest in unserem Kindergarten am 8.11.19 um 16.30 Uhr.

C.P.

Der Künstler und das blaue Pferd (Eric Carle)

Blaue Pferde und gelbe Kühe gibt es nicht?

 

Diese Frage stellt sich Kindern gar nicht  – so habe ich es heute (15.10.19) beim Vorlesen erlebt.

In dem Buch von Eric Carle (dem Schöpfer der Raupe Nimmersatt) beginnt ein Maler zu malen und sofort geht es farbgewaltig zu: der Pinsel taucht in den Farbtopf ein und zaubert wunderbare farbige Wesen. Carle arbeitet in einer Collage-Technik, in der er zuerst Papiere bemalt, dann zerschneidet und klebt und noch einmal überarbeitet. Jede Doppelseite zeigt ein neues Tier. Die gelbe Kuh, der violette Fuchs und auch der getupfte Esel erscheinen ganz in ihrer Wesenheit, voller Energie und Leuchtkraft und alle Tiere sind  knalligen und nicht-realistischen Farben gemalt worden und rufen ein wahres Farbfeuerwerk hervor. Und natürlich sind sie Kunst!

„Eric Carles Bilderbuch ist eine Hommage an Franz Marc. Er appelliert daran, Kinder in ihrem kreativen, ungebremsten Tun zu bestärken und ihnen Raum zur Entfaltung zu geben. Ein Plädoyer für die Freiheit der Kunst“ (Klappentext).

Diese wunderbare Buch wurde gibt es nun wieder, es wurde in diesem Jahr in einer „Midi -Ausgabe“  neu herausgegeben.

C.P.

Ein Blatt im Wind

Ein Blatt im Wind (José Sanabria, Maria Laura Diaz Dominguez)

 

Jeder, der Zeitungen liebt, sollte dieses Bilderbuch besitzen, denn es ist nicht nur eine Hommage an das gedruckte Medium, sondern zeigt, was sich alles damit machen lässt, schreibt Horst Ebersberger in der Nürnberger Zeitung.

Und machen lässt sich mit den „Blättern im Wind“ sehr viel; jedes einzelne Blatt bereichert seinen Finder: sorgt für einen klaren Blick, dient dem Schiffe falten, nimmt an traurigen und fröhlichen Ereignissen teil und vermittelt Nachrichten, die Menschen glücklich machen. So wie auch dieses Buch – nicht nur Kinder  von 5 – 7 Jahren – beim heutigen Vorlesen im Kindergarten glücklich gemacht hat.

Die kurzen Texte in der Ich-Form sind illustriert mit wunderbaren Collagen aus Zeitungspapierschnipseln.

C.P.

Die Schildkröte hat Geburtstag

Die Schildkröte hat Geburtstag und bekommt Besuch von Löwe, Elefant, Pelikan und Nashorn.  Keines der Tiere aber bringt Schildkröte das Geschenk, was sie am liebsten hätte.

Erst am Abend kommt die kleine Maus…

Ein Buch für Kinder ab 3 mit wunderschönen farbigen Illustrationen über große Tiere, die sich nicht immer in andere hineinversetzen können, über Freundschaft und wie Geschenke ausgesucht werden sollten.

Und wie ganz oft: sehr unterhaltsam und lehrreich – nicht nur für Kinder.

C.P.

Zehn Finger hab ich

Aus diesem Buch habe ich heute im Kindergarten vorgelesen.

Leider wird es nicht mehr aufgelegt und  ist entweder nur zu einem sehr hohen Preis oder antiquarisch zu bekommen. Es ist aus meiner Sicht das beste Geschichtenbuch über Zahlen und ich habe es über 30 Jahre in meinem Mathematikunterricht eingesetzt. Die Rechtschreibung stimmt nicht mehr und an manchen Stellen ist es nicht mehr aktuell: die Geschichte für die „1“ erzählt zum Beispiel von einer Mark. Das lässt sich beim Vorlesen leicht korrigieren; der Spaß an den einzelnen Geschichten überwiegt in jedem Fall.

Zu jeder Zahl von 0 bis 10 gibt es kleine Reime,  witzige Illustrationen, Geschichten, mathematische Anregungen und Sprüche, die helfen, sich die Abfolge beim Schreiben der einzelnen Zahlen  zu merken.

Wissen Sie, welche Zahl wie ein Kinderpopo aussieht?

Für die Kinder habe ich heute die Geschichte von der „4“ ausgewählt, weil sie so herrlich aus dem Leben gegriffen ist. Das haben nicht nur meine Schülerinnen und Schüler bestätigt, sondern auch die Kindergartenkinder heute (20.6.2019).          

                                                                                 C.P.

Pfff …

Zwei Vogel-Junge wissen nichts mit sich anzufangen. Draußen ist schönes Wetter, Papa hat das Tablet verboten und die Kinder in den Garten geschickt. Alle Angebote – Wettrennen, Schaukeln, Ballspielen, mithelfen beim Wäsche-Aufhängen, ja sogar das Planschbecken – alles ist „Pfff“-langweilig.

Bis Spatz kommt und eine kleine lustige Begebenheit.

Dann spielen die Tiere noch lange und albern herum.

In diesem Buch (mit wunderbaren Zeichnungen) finden sich alle Kinder ab etwa 3 Jahren wieder und Vorleser*innen haben ebenso etwas zum Lachen.

C.P.

Zum Fressen gern

Das ist der Titel des Buchs des Monats April und die Kinder, die wollten, konnten heute zum Vorlesen in die Bibliothek des Kindergartens kommen:

Die kleine Gans frisst am allerliebsten Gras. Und sie fragt sich, welche Lieblingsspeisen das Schwein, die Ziege und die Kuh haben.  Und der Fuchs? Was frisst der wohl besonders gern?

Wer das auch wissen möchte, sollte dieses Buch (leider nur noch antiquarisch zu haben) (vor-) lesen und sich überraschen lassen.

Geeignet für Kinder ab 2 Jahren, wobei auch vorlesende Erwachsene  auf ihre Kosten kommen.

C.P.